Das Verfahren ist seit Tausenden von Jahren bekannt und spätestens seit dem Schwimmstar
Michael Phelps in aller Munde.
Die zum Schröpfen verwendeten Gefässe, die sogenannten Schröpfköpfe oder Schröpfgefässe,
sind aus dickwandigem Glas, kugelförmig und haben eine kreisrunden Öffnung mit einem
Durchmesser von drei bis sechs Zentimetern.
Das Schröpfen erfolgt hauptsächlich am Rücken, da hier die Reflexzonen liegen, die mit
einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen. Geschröpft werden Verhärtungen der Haut,
Erhebungen und leichte Eindellungen, welche auf eine Fehlfunktion der mit dieser Stelle
verbundenen Organe schliessen lassen. Durch das gezielte Schröpfen dieser Stellen werden
die entsprechenden Organe unmittelbar beeinflusst und aktiviert.
Zuerst ertastet die Therapeutin diese auffällige Stellen. Dazu fährt sie mit den Fingern langsam
den Rücken entlang. Danach ölt sie die Haut der zu behandelnden Person ein.
Dann erhitzt sie die Schröpfgläser. Hierzu nimmt sie einen Wattebausch, tunkt ich in fast 100-
prozenitgen Alkohol, zündet ihn an und hält ihn kurz in das Schröpfgefäss. Sie muss das Gefäss
schnell mit der Öffnung auf den ertasteten Punkt der Haut platzieren. Mit dieser Prozedur wird
durch die sich schnell abkühlende Luft ein Unterdruck erzeugt und die Haut angesaugt. Nun
wird der Schröpfkopf über die Haut gezogen und regt die Durchblutung dieser Körperstellen an.
Dadurch erweitern sich die Gefässe, die Durchblutung wird angeregt und die Haut wird gerötet.
Am Schluss wird das Glas an der zu behandelnden Stelle für bis zu 15 Minuten gelassen.
Danach werden die Schröpfgläser wieder entfernt. Auf der Haut bleiben zudem kreisrunde
Blutergüsse zurück. Da diese Stellen sehr empfindlich sind, raten wir nicht gerade nach der
Behandlung zu duschen, um Schäden zu vermeiden.
Das Schröpfen ist eine Therapieform die viele Ziele verfolgt:
•
Blockaden auflösen, um auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen
•
lösen von Muskelverhärtungen und Verspannungen
•
lindern von Schmerzen
•
Erkältungen mit Husten
•
Menstruationsbeschwerden
•
Rückenproblemen
Viele Patienten empfinden die Behandlung als wohltuend. Weil sich Muskelverspannungen
lösen, spüren sie bei Schmerzen, Müdigkeit oder Stress Erleichterung.
Für Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, ist das Schröpfen ungeeignet.